Nancarrows Studies for PP
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                         Studies for Player Piano (mit YouTube-Adressen)

                              Publizierte Partituren vgl. am Ende dieser Tabelle.

No. 1 

Entstanden um 1949/50. Erschien 1951 unter der Bezeichnung ‚Rhythm Study No. 1’ in New Music. Polyrhythmische Komposition mit über 200 Taktwechsel.  

 

YouTube: Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 1

No. 2

2a: Um 1950. Langsamer Blues mit zwei Bass-Stimmen im Geschwindigkeitsverhältnis 3:5.  

 

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 2

2A 

Um 1950. Player-Piano-Arrangement des letzten Satzes des ersten ‚Piece for Small Orchestra’.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 2A

2x (2b)

Didactic Study zu 2a. Gleiche Melodielinie, aber Bass-Stimmen in Geschwindigkeitsverhältnis 5:9, 1980.  

2y (2c)

 Didactic Study zu 2a. Gleiche Melodielinie, aber Bass-Stimmen in Geschwindigkeitsverhältnis 4:7, 1980

2z (2d)

 Didactic Study zu 2a. Gleiche Melodielinie, aber Bass-Stimmen in Geschwindigkeitsverhältnis 5:7, 1980.

No. 3

Die Fotokopie einer ‚Study No. 3’ befindet sich in der Lincoln Center Library. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um die Boogie-Woogie-Suite.  

No. 3

Fünfsätzige Boogie-Woogie-Suite. 3a ist wahrscheinlich Nancarrows erste Komposition für Player Piano; 1949/50.

 3a

Über einen Boogie-Woogie-Bass in rasender Geschwindigkeit türmen sich bis zu sieben musikalische Schichten.

   Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 3a

  3b

Blues. Ein 12-taktiges Ostinato im Bass wird zehnmal wiederholt und von verschiedenen melodischen Linien überlagert.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 3b

 3c

Lebhafter Blues mit kanonischen Passagen.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 3c

 3d

Gemächliches Jazz-Stück.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 3d

  3e

Rasender Boogie-Woogie, ähnlich 3a:

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 3e

No. 4

Eine ebenfalls vom Jazz beeinflusste Komposition mit kanonartigen Elementen.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 4

No. 5

Strenge rhythmische Figuren im Bass werden von schnellen Läufen und Akkord-Motiven überlagert. Zu Beginn zweistimmig; endet dreizehnstimmig.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 5

No. 6

Im Wesentlichen dreistimmig mit den Geschwindigkeitsverhältnissen 4:5:6. Bluescharakter.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 6

No. 7

Mit 6 Minuten eine der längsten und komplexesten der frühen Studies. Markante rhythmische Strukturen wechseln mit lyrischen Passagen. Die 8-stimmige Komposition endet mit rasenden Arpeggien.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 7

No. 8

Eine der bedeutendsten frühen Studies Nancarrows, die erstmals Techniken verwendet, die später zentrale Bedeutung erlangen: Kanonform und kontinuierliche Geschwindigkeitsänderungen. Die Komposition ist meist dreistimmig. Erstmals verwendet Nancarrow bei der Notation keine Taktstriche und konventionelle Notenschrift – er gibt die Notenlängen durch Striche hinter den Noten an.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 8

No. 9

Unterschiedliche Taktmaße und Tempi, vorwiegend im Verhältnis 3:4:5 mit Ostinati in Bass und Diskant.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 9

No.10

Die letzte seiDie letzte seiner Kompositionen, die durchgängig von Jazz beeinflusst ist. Über einer Akkordfolge in der ‘linken Hand’ erklingt eine Bluesmelodie. Trotz der rhythmischen Komplexität ist dieses durchweg leise gehaltene Stück eine von Nancarrows melodischsten Werken. Ursprünglich ABA-Form. Der erste Teil wurde in der heute gültigen revidierten Fassung verworfen.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 10

No. 11

Isorhythmische Studie in der Technik der Motetten des 14. Jahrhunderts (talea). Auf der ersten Seite des Manuskripts, das noch in konventionellen Taktsystemen notiert ist, befinden sich 30 Taktwechsel.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No.11

No. 12

Nancarrows emotionalste Studie ist vom spanischen Flamenco beeinflusst . Schwermütige Flamenco-Melodien   werden von stilisierten Gitarren-Arpeggien und dem rhythmischen Klatschen der Flamenco-Tänzer begleitet.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 12

No. 13

Vorstudie zu den ‚Seven Canonic Studies‘ (Siete piezas Canónicas) No. 13-19, die ursprünglich unter Rhythmic Study No. 13 zusammengefasst waren. Nancarrow hat keine Partitur veröffentlicht.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 13

  No. 14

Canon 4/5. Die erste Stimme beginnt in Tempo 88, kurz darauf setzt die zweite Stimme – zwei Oktaven und eine Quinte höher – in Tempo 110 ein.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 14

No. 15

Canon 3/4. Kanonische Studie mit dem Geschwindigkeitsverhältnis von 3:4. Die Stimmen liegen drei Oktaven auseinander und das schnellere Metrum wird abwechselnd auf beide Stimmen verteilt, so dass sie gemeinsam beginnen und enden.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 15

No. 16

Canon 3/5. Dreiteilige kanonische Skizze.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 16

No. 17

Canon 12/15/20. Dreistimmiger Kanon.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 17

No. 18

Canon 3/4. Zweistimmiger Kanon. Die zweite Stimme setzt im Diskant erst ein, wenn die erste Stimme 1/3 des Weges zurückgelegt hat. Dafür ist sie um 1/3 schneller und holt die erste Stimme im Schlussakkord ein. Das Werk kann als Vorläufer der Study No. 40c betrachtet werden.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 18

No. 19

Canon 12/15/20. Dreistimmiger Kanon mit den gleichen Geschwindigkeitsverhältnissen wie No. 17. Der Einsatz der zweiten und dritten Stimme ist so zeitversetzt, dass die drei Stimmen gemeinsam enden.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 19

No. 20

Ab No. 20 verlässt Nancarrow endgültig das Taktsystem und notiert die Tonlängen meist als Striche hinter den Notenköpfen. No. 20 ist eine bis 8-stimmige Studie in Tonlängen, wobei die Tonhöhen sehr nahe beieinander liegen. Sie dürfte um 1965 entstanden sein und hat frappierende Ähnlichkeit mit Ligetis Monument für zwei Klaviere, das 1976 entstand.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 20

No. 21

Canon X. Streng zweistimmiger Kanon, bei dem die Stimmen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten geführt werden. Die Bass-Stimme beginnt langsam eine Zwölftonreihe mit ca. 4 Tönen pro Sekunde. Kurz darauf setzt die Diskant-Stimme in einer Geschwindigkeit von 39 Anschlägen pro Sekunde ein. Während die Bass-Stimme kontinuierlich beschleunigt, wird die Diskant-Stimme im gleichen Maße langsamer, bis etwa in der Mitte der Komposition beide Stimmen die gleiche Geschwindigkeit erreichen. Nun überholt die Geschwindigkeit der Bass-Stimme diejenige der Diskant-Stimme, und das Stück endet in einem Klangorkan der Bass-Stimme von 120 Anschlägen pro Sekunde. 1961.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 21 (Canon X)

No. 22

Canon 1 %, 1½ %, 2 ¼ %. Ein dreistimmiger Kanon, in dem die Stimmen unterschiedlich beschleunigt werden: die tiefste Stimme um 1%, die 2. Stimme um 1½ % und die 3. Stimme um 2¼ %. Bis zur Mitte nehmen die Geschwindigkeiten kontinuierlich zu, dann nehmen sie um die gleichen Prozentsätze wieder ab, bis am Ende wieder die Ausgangsgeschwindigkeiten erreicht sind.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 22

No. 23

 

Die meist zweistimmige Komposition wird nur im Mittelteil dreistimmig. Nancarrow nutzt wie in Study No. 21 die Möglichkeit von kontinuierlichen Beschleunigungen und Verlangsamungen. Im Diskant erscheint eine einstimmige Tonfolge, die bis zur ‚Unspielbarkeit’ beschleunigt wird. Nach einem Rallentando endet die Komposition langsam und leise.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 23

No. 24

Canon 14/15/16. Weitgehend tonaler dreistimmiger Kanon. Im Mittelteil verdichten sich die Stimmen zu Klangaggregaten wie schnellen Repetitionen, Trillerketten und Glissandi.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 24

No. 25

Eine der wenigen Kompositionen Nancarrows, in denen er auf eine strenge Form verzichtet. Obwohl sie kanonische Elemente mit Stimmen unterschiedlicher Geschwindigkeit enthält, überwiegt ein rhapsodischer Charakter. Sie gehört zu den abwechslungsreichsten Kompositionen Nancarrows. Arpeggierte Obertonreihen eröffnen das Werk, in dem alle Möglichkeiten des Player Pianos genutzt werden. Rasende Tonfolgen im Diskant im Pianissimo erzeugen Klangwölkchen. Einige Klangaggregate legen die Vermutung nahe, dass Nancarrow beim Rollenzeichnen auch von graphischen Elementen ausgegangen ist. Auffallend ist der häufige Wechsel der Dynamik sowie der Gebrauch des rechten Pedals. Das Stück endet in einem Klangtornado von 200 Tönen pro Sekunde bei gehaltenem rechten Pedal.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 25

No. 26

Canon 1/1. Siebenstimmiger Kanon im Geschwindigkeitsverhältnis 1:1, nur in Ganzen notiert ohne jede rhythmische Differenzierung.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 26

No. 27

Canon 5%/6%/8%/11%; Die Komposition beginnt mit einem Ostinato in einer fixierten Geschwindigkeit. um das sich bis zu acht Stimmen in anderen Geschwindigkeiten gruppieren, z.T. beschleunigt oder verlangsamt. Nancarrow sieht in dem Ostinato das Ticken einer ontologischen Uhr (Weltuhr) und daneben verlaufen Ereignisse in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 27

No. 28

Eine komplexe experimentelle Komposition. Die Stimmen beschleunigen nicht kontinuierlich, sondern in festgelegten Stufen. Als musikalisches Material verwendet Nancarrow Tonleitern in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Zur zeitlichen Orientierung fügt er in regelmäßigen Abständen Akkorde ein.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 28

No. 29

Ursprünglich für präpariertes Klavier (à la Cage) geplant. Sie umfasst bis zu acht Stimmen mit Stakkato -Tonrepetitionen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das Werk erinnert an das Ticken vieler unterschiedlich schneller Uhren. Nancarrow konnte sich mit dieser Study nicht anfreunden und er sagte einmal: ‚Ich hätte sie längst wegwerfen sollen, aber ich brachte es nicht übers Herz.’  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 29

No. 30

Für präpariertes Klavier, um 1965. Da Nancarrow Probleme mit der Präparierung hatte, ‚verwarf’ er diese Komposition und wandte sich wieder dem unpräparierten Klavier zu. Die Komposition wurde nicht in Notenschrift übertragen, Nancarrow fertigte jedoch eine Tonaufnahme an. Ein Beispiel für eine Präparierung findet sich bei Kyle Gann, The Music of Conlon Nancarrow, Seite 172.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 30

No. 31

Canon 21/24/25. Der dreistimmige Kanon ist dreiteilig: schnell – langsam – schnell. Der lyrische Mittelteil wird von zwei rhythmisch strukturierten Teilen eingefasst.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 31

No. 32

 Canon 5/6/7/8. Während bei den früheren Studies einer bestimmten Stimme eine bestimmte Geschwindigkeit zugeordnet war, durchbricht Nancarrow nun dieses Schema, und die unterschiedlichen Geschwindigkeiten ‚vagabundieren’ zwischen den Stimmen.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 32

No. 33

Canon . Zweistimmiger Kanon mit den Geschwindigkeitsverhältnissen Wurzel aus 2 (1.414...) zu 2. Nancarrow benutzt erstmals eine ‘irrationale’ Geschwindigkeit, d.h. die Schichten haben keinen gemeinsamen Nenner. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten sind jedoch nicht auf die Stimmen fixiert - sie wechseln vielmehr so zwischen den Stimmen, dass beide Stimmen gemeinsam beginnen und gemeinsam enden. Ruhig fortschreitende Akkordfolgen bestimmen in weiten Teilen den Charakter der Komposition, die nur gegen Ende lebhafter wird. Nancarrow hielt Study No. 33 für eine seiner bedeutendsten Kompositionen. Um 1968.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 33

No. 34

Canon 9/10/11. Die einzelnen Stimmen sind wiederum in 4/5/6-Einheiten unterteilt. 1969 in Arbeit.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 34

No. 35

Eine stark melodisch geprägte, von Jazz beeinflusste Komposition mit komplexer Rhythmik. 1969 in Arbeit.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 35

No. 36

Canon 17/18/19/20. Ein Beispiel für unterschiedliche feste Geschwindigkeiten in verschiedenen Stimmen. In diesem 4stimmigen Canon sind mit Ausnahme der Geschwindigkeit alle 4 Stimmen absolut identisch. Die 1. Stimme beginnt im Bass mit Tempo 85, gefolgt von der 2. Stimme mit Tempo 90. Die 3. Stimme setzt mit Tempo 95 ein und die letzte Stimme, die Diskantstimme, besitzt Tempo 100. Die schnelleren Stimmen verfolgen nun die langsamste Stimme, und etwa in der Mitte der Komposition treffen alle 4 Stimmen zusammen. Nun überholen die schnellen Stimmen die Bassstimme, und die 4. Stimme endet zuerst, gefolgt von der 3. und 2. Stimme. Die langsamste Bassstimme beschließt das Werk. 1969 in Arbeit.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 36

No. 37

 Canon 150//1605/7//168¾//180//187½//200//210//225//240//250//262½//281¼. Mit ca. 10 Minuten die längst von Nancarrows Studies. 12-stimmiger Kanon mit 12 unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die den Schwingungsverhältnissen der Töne einer chromatischen Tonleiter entsprechen. Nancarrow hielt die Study No. 37 für seine bedeutendste Komposition. 1969.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 37

No. 38

Umbenannt in No. 43.  

No. 39

Umbenannt in No. 48.  

No. 40a

Canon . Zweistimmiger Kanon im Geschwindigkeitsverhältnis der irrationalen Naturkonstanten e (2,718....) zu pi (3,142....) mit vielen chromatischen Glissandi.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 40

40b

Canon .   Vierstimmiger Doppelkanon für zwei synchronisierte Player Pianos. Klavier 1 spielt 40a. Klavier 2 setzt ca. 20 Sekunden später ein und spielt ebenfalls 40a, allerdings etwas schneller, so dass Klavier 1 und 2 exakt im Schlussakkord zusammenkommen. Vor 1975. UA mit zwei synchronisierten Player Pianos am 14.10.1994 in Donaueschingen.  

No. 41

41a: Kanon 1 (mit hochkomplexem Geschwindigkeitsverhältnis)  für das erste Player Piano.

41b: Kanon 2  (mit einem anderen hochkomplexem Geschwindigkeitsverhältnis) für das zweite Player Piano.  

41c: Canon . Beide Kanons werden in einem exakt festgelegten Zeitschema von beiden Player Pianos gespielt. 1977 beendet. UA mit zwei synchronisierten Player Pianos am 20.03.1995 in Köln, WDR.  

No. 42

Studie mit zehn verschiedenen Tempi. Auftragskomposition von Betty Freeman. UA am 02.11.1981 in Los Angeles.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 42

No. 43

Ursprünglich No. 38. Zweistimmiger Kanon mit den Geschwindigkeitsverhältnissen 24/25. Auftragskomposition des Steirischen Herbstes für das IGNM-Festivals Graz 1982. Entstanden 1981.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 43

No. 44

Aleatory Round für zwei Player Pianos. Im Gegensatz zu Nancarrows anderen Kompositionen für zwei Player Pianos hat dieses Stück einen aleatorischen Charakter, d.h. die beiden Instrumente müssen nicht exakt synchronisiert werden. Auftragskomposition für Betty Freeman, 1981 beendet. UA 06.12.1982, Los Angeles.  

No. 45

Betty Freeman Suite. Das ursprünglich fünfsätzige Werk entstand 1982/83 und wurde am 30.01.1984 in Los Angeles uraufgeführt. Später schien Nancarrow das 20-minütige Stück zu lang – er verwarf drei der fünf Sätze und komponierte einen neuen Satz hinzu. Das nun dreisätzige Werk gilt als die zweite Boogie-Woogie-Suite.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 45a

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 45b

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 45c

No. 46

Komplexe Studie u.a. mit den Tempoverhältnissen 3/4/6 und ungewohnten Rhythmen (‚spastic rhythm’), entstanden zwischen 1984 und 1987.

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 46

No. 47

Canon 5/7 mit rasenden Arpeggien und Trillerketten, vor 1984.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 47

No. 48

 Ursprünglich No. 39. Komplexe Komposition in den Geschwindigkeitsverhältnissen 60/61 für zwei Player Pianos. 48a und 48b sind zwei ‚autonome’ Kompositionen. 48c vereint diese beiden Werke auf zwei Player Pianos. Auftragskomposition für die European Broadcasting Union. UA vom Tonband am 12.5.1980, Radio Bremen. UA mit zwei synchronisierten Player Pianos am 17.10.1997 in Donaueschingen. 1975 - 1977.  

No. 49

49a-c: Three Canons 4/5/6. Mit dieser dreiteiligen, von Jazz beeinflussten Komposition bewarb sich Nancarrow (erfolglos) um den Grawemeyer-Preis. Die Idee, die drei Teile in ein dreisätziges Werk für Pianola und Orchester umzuarbeiten, konnte er nicht mehr realisieren. Um 1987.  

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 49a

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 49b

Conlon Nancarrow, Study for Player Piano No. 49c

No. 50

Player Piano-Transkription aus Piece for Small Orchestra No. 2. Um 1987/88.  

For Ligeti

Geburtstagsgeschenk Nancarrows aus Anlass von Ligetis 65stem Geburtstag. UA am 17.10.1988 in der Hamburgischen Staatsoper. Nancarrow verwendete für dieses Werk ältere Kompositionen.

Conlon Nancarrow, Piece for Ligeti

Para Yoko

Nancarrows letzte Player Piano-Komposition. Es ist ein Stück mit mehreren Stimmen in verschiedenen Geschwindigkeiten, jedoch kein strenger Kanon. 1991.

Conlon Nancarrow, Para Yoko

Contraption

Eine Komposition für Trimpins IPP ‘Instant Prepared Piano‘,ein mechanisches, computergesteuertes präpariertes Klavier. Nancarrow gab die Geschwindigkeitsverhältnisse vor, und Carlos Sandoval arbeitete das Stück aus. 1993.  

Sonstiges

Nancarrow übertrug seine Sonatina, zwei Sätze seines ersten Streichquartetts sowie den Tango? auf Lochstreifen. Von den Canons for Ursula fertigte er Punching Scores an, die er aber nicht stanzte.

Nachgelassene Study # 1

Von Nancarrow nicht publiziert. Sie diente als Grundlage für den ersten Satz des 3. Streichquartetts. Im Besitz der Paul Sacher Stiftung.

Nachgelassene Study # 2

Von Nancarrow nicht publiziert. Sie diente als Grundlage für den zweiten Satz des 3. Streichquartetts. Im Besitz der Paul Sacher Stiftung.

Nachgelassene Study # 3

Von Nancarrow nicht publiziert. Teile davon dienten als Grundlage für den dritten Satz des 3. Streichquartetts. Diese Notenrolle wurde nach 1990 von Carlos Sandoval mit farbigen Markierungen und zusätzlichen Temposkalen versehen. Darüber hinaus wurden ursprünglich vorhandenen Löcher überklebt. Vermutlich sollte sie als Grundlage für eine weitere späte 'Komposition' dienen. Im Besitz der Paul Sacher Stiftung.

Nachgelassene Study # 4

Von Nancarrow nicht publiziert. Im Besitz der Paul Sacher Stiftung.

Nachgelassene Study # 5

Von Nancarrow nicht publiziert. Im Besitz der Paul Sacher Stiftung.

Study for Player Piano No. 45c, discarded

Von Nancarrow verworfener Satz der Study for Player Piano No. 45. Im Besitz der Paul Sacher Stiftung.

 

Publizierte Partituren

Nancarrow, Conlon. Im Druck erschienene Studies for Player Piano (unvollständig):

 

Rhythm Study No.1 for Player Piano. New Music Edition Vol.25 No.1, Oct. 1951.

Toccata for Piano and Violin, New Music Edition Vol. 11 No.2, Jan. 1938. Klavierstimme war ursprünglich nicht für Player Piano geschrieben.

Prélude and Blues, New Music Edition Vol. 11 No.2, Jan. 1938. Nicht für Player Piano, sondern für Pianisten.

Selected Studies for Player Piano No. 8, 19, 23, 27, 31, 35, 36, 40; Soundings Book 4, Berkeley California, 1977. With a photo-essay, a mesostic by Cage, articles by Charles Amirkhanian, Gordon Mumma, Roger Reynolds and James Tenney.

Collected Studies for Player Piano Vol. 2: Study No. 41 for Player Piano (Für zwei Player Pianos), Schott, Mainz, London, New York, Tokio 1988. Erstmals erschienen bei Soundings Press, Santa Fe, 1981.

Collected Studies for Player Piano Vol. 3: Study No. 37 for Player Piano, Schott, Mainz, London, New York, Tokio 1988. Erstmals erschienen bei Soundings Press, Santa Fe, 1982.

Collected Studies for Player Piano Vol.5: Studies  No. 2, 6, 7, 14, 20, 21, 24, 26, 33. Schott, Mainz, London, New York, Tokio 1988. Erstmals erschienen bei Soundings Press, Santa Fe, 1984.

Collected Studies for Player Piano Vol.6: Studies  No. 4, 5, 9, 10, 11, 12, 15, 16, 17, 18. Schott, Mainz, London, New York, Tokio 1988. Erstmals erschienen bei Soundings Press, Santa Fe, 1985. Study No.32 in Soundings No.10, Soundings Press, Santa Fe 1977.

Study No. 25 in Soundings IX (Summer 1975), unpaged.

 

Die Studies for Player Piano No. 13, 22, 28, 29, 30, 34 und 42-49 liegen als Manuskript und Notenrolle vor.

                                                                                                             Jürgen Hocker©

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